Grüße zur revolutionären 1. Mai-Demonstration in Nürnberg

Auch wenn meiner Teilnahme leider Knastmauern im Wege stehen, möchte ich mich mit diesen Grüßen zumindest ideell in Eurer Demo einreihen!
Wie überhaupt die Erfahrung, dass Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen Nazis, gegen Krieg… mit staatlicher Repression beantwortet wird, so vertieft auch das längere zwangsweise Kennenlernen von Gefängnissen die Erkenntnis, dass es dieses System einfach nicht sein kann! Die starke Solidarität, die ich in dieser Situation aud der anderen Seite erlebe, gibt wirklich Kraft und Mut – nicht nur weil sie für mich persönlich eine große Unterstützung bedeutet, sondern auch weil Solidarität ein grundlegender Schlüssel zu einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung ist und eine der entscheidenden Stärken, die die linke Bewegung dem Kapitalismus entgegensetzt. – Denn der ist auf Konkurrenz angewiesen.
Um zu spalten, ein- und auszugrenzen und Menschen gegeneinander auszuspielen, schafft das System eine menge Barrieren: Die rassistischen Bollwerke um die „Festung Europa“ oder der Zaun um ein Abschiebelager sind nur die Beispiele, ebenso wie die sozialen Trennlinien um ein als „Problembezirk“ oder „Brennpunktviertel“ diskriminiertes Wohnfeld und wie eben auch die schon erwähnten Knastmauern.
Doch all diese Barrieren ändern nichts daran, dass die eigentliche Grenze zwischen oben und unten verläuft! Die soziale Frage lässt sich weder ein- noch aussperren und schon gar nicht wegsperren! – Und der Widerstand auch nicht!
Die soziale Revolution hat, was dem System fehlt: eine Perspektive!
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eine kraftvolle revolutionäre 1. Mai-Demonstration und einen entschlossenenen antikapitalistischen Kampftag zum Anlauf Nehmen für viele weitere!

Natalja (Aichach, den 14.04.09)